Mehl


Mehl ist nicht gleich Mehl

Über Dinge, die man im Alltag ständig benutzt, macht man sich wenig Gedanken, etwa beim Mehl: Was ist eigentlich Mehl und was bedeuten die vielen verschiedenen Typbezeichnungen? Ganz allgemein wir Mehl häufig als das Pulver beschrieben, das beim Mahlen von Getreidekörnern entsteht. Das ist allerdings nicht ganz korrekt, denn Mehl wird nicht zwingend aus Getreide gewonnen. Die Bezeichnung „Mehltype“ hingegen kommt aus der Fachsprache der Müller und Bäcker und verrät den Mineralstoffgehalt des Mehls. Je höher der Wert, desto dunkler das Mehl und desto höher sein Mineralstoffgehalt.

Das Weizenmehl


Das am häufigsten verwendete Mehl ist immer noch Weizenmehl Typ 405. Das klassische Haushaltsmehl eignet sich besonders für das Backen von Kuchen und Keksen oder auch zum Binden von Soßen.

 

Als Vollkornmehl wird Weizenmehl Typ 1600 bezeichnet, es kommt vorwiegend beim Backen von dunklem Brot zum Einsatz. Dazwischen liegen die Mehltypen 550, 812 und 1050.


Dinkelmehl


Eng mit dem Weizen- verwandt ist das Dinkelmehl. Der Geschmack wird als leicht nussig beschrieben. Der Gehalt an Mineralstoffen ist in der Regel höher als beim Weizen, gängig sind die Typen 630, 812 und 1800. Zudem enthält Dinkel mehr Gluten. Personen, die an einer Zöliakie leiden, sollten auf den Einsatz von Dinkelmehl daher verzichten.

Roggenmehl


Gebäcke auf Roggenbasis zeichnen sich durch einen dunkleren, festen und aromatischen Teig aus. Meist werden Roggenmehlteige gesäuert. Aus Roggenbackschrot (Mehltyp 1800) wird beispielsweise westfälischer Pumpernickel (Schwarzbrot) hergestellt. Auch die weiteren Roggenmehl-Typen 815, 997, 1150, 1370 und 1740 kommen vorwiegend beim Backen von Brot zum Einsatz.


Bio-Mehle der Scheller Mühle


Mehl ist nicht gleich Mehl - so heißt es auch bei der Scheller Mühle aus Pfaffenhofen. Hier wird das Korn ausschließlich in Bayern erzeugt, verarbeitet und abgepackt. Die in den Vorteil-Centern Asbach und Unkel erhältliche Marke Mehlzauber ist zudem mit dem strengen bayerischen Bio-Siegel ausgezeichnet, dessen Qualitätskriterien über denen der EG-Öko-Verordnung liegen.  

Glutenfreie Alternativen


Wie eingangs schon erwähnt, basieren Mehle nicht zwingend auf Getreide. Das Bio-Kichererbsenmehl von Rinatura ist da nur eines von vielen Beispielen. Es ist glutenfrei und damit für Menschen, die unter Zöliakie leiden, besser verträglich. Das gleiche gilt etwa für Mehle auf Basis von Buchweizen, Mais und Reis.



Rezept: Apfel-Rahmtorte


Zutaten für den Belag: 750 g Äpfel, z. B. Cox Orange, 1 Pck. Dr. Oetker Dessert-Soße Vanille-Geschmack zum Kochen, 50 g Zucker, 200 g Schlagsahne, 1 Ei (Größe M),

 

Zutaten für den Hefeteig: 250 g Weizenmehl, 1 Pck. Dr. Oetker Hefeteig Garant, 50 g Zucker, 1 Pck. Dr. Oetker Vanillin-Zucker, 1 Ei (Größe M), 50 g weiche Butter oder Margarine, 75 ml Milch

 

Zutaten zum Bestreuen und Verzieren: 50 g Dr. Oetker gehobelte Mandeln, Schokoladenornamente


 

Zubereitung:

 

Vorbereiten: Boden der Springform (Durchmesser: 26 cm) fetten. Backofen vorheizen. Ober-/Unterhitze etwa 180 °C Heißluft etwa 160 °C

 

Belag: Äpfel schälen, halbieren, vierteln und mehrmals der Länge nach einritzen. Dessertsoßenpulver, Zucker, Sahne und Ei in einer Schüssel verrühren.

 

Hefeteig: Mehl mit Hefeteig Garant in einer Rührschüssel sorgfältig vermischen. Übrige Zutaten für den Teig hinzufügen und alles mit einem Mixer (Knethaken) in etwa 2 Min. zu einem glatten Teig verarbeiten. Teig auf leicht bemehlter Arbeitsfläche noch einmal kurz durchkneten und in der Form ausrollen. 

 

Die Äpfel auf den Hefeteig geben und leicht andrücken. Guss darüber gießen und die gehobelten Mandeln aufstreuen. Die Form auf dem Rost in den Backofen schieben. Einschub: unteres Drittel Backzeit: etwa 45 Min. Kuchen 10 Min. in der Form auskühlen lassen. Dann den Kuchen vom Springformrand lösen und auf einem Kuchenrost erkalten lassen.

 

Verzieren: Den Kuchen mit Schokoornamenten verzieren.

 


Mehr Rezept-Tipps


 

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Bilder: Pixabay, Scheller Mühle, Rinatura, Dr. August Oetker Nahrungsmittel KG